pritidenta ABC

Was ist "Chipping" und was ist in Zirkoniumdioxid enthalten?
Wir liefern Antworten rund um das Thema Zirkoniumdioxid und erklären
allgemeine Fachbegriffe aus der Zahntechnik.

Erstveröffentlichung des Zirkon-Alphabets im dental dialogue in den Ausgaben 11+12 2019 und 1-3 2020 im Verlag teamwork media GmbH.

Altert Zirkoniumdixoid?

Alle Gerüstwerkstoffe altern, auch Metalle. Teilstabilisiertes Zirkoniumdioxid (opak/transluzent) weist jedoch eine gute Alterungsbeständigkeit auf: Die Festigkeit von teilstabilisiertem Zirkoniumdioxid fällt auch nach langer Tragedauer nicht unter die von der DIN EN ISO 6872 geforderten 800 MPa.
Hoch­ und extratransluzentes, vollstabilisiertes Zirkoniumdioxid weist eine sehr gute Alterungsbeständigkeit auf: In wissenschaftlichen Studien wurde selbst nach langer Tragedauer kein Festigkeitsverlust festgestellt.

Kann ich von der Biegefestigkeit eines Materials seine Abrasivität ableiten?

Oft werden die Abriebeigenschaften intuitiv mit der Härte eines Materials gleichgesetzt. Allerdings hängt die Abrasivität von der Oberflächenglätte ab. Das Abrasionsverhalten von ZrO2 wird nicht von der Härte, sondern von der Feinstruktur der Partikelmatrix und von der Oberflächenvergütung beeinflusst.
Im Idealfall werden daher monolithische, also vollanatomische ZrO2 ­Restaurationen poliert und zusätzlich glasiert – insbesondere die Bereiche mit Antagonistenkontakt. Für die Glasur empfehlen wir den Einsatz von Lithiumsilikatspray.

Was ist "Chipping"?

Chipping steht für Abplatzungen der Verblendkeramik, die durch folgende Umstände verursacht werden können:

  • Scharfe Kanten des Gerüstmaterials
  • Starkes Abstrahlen (= hoher Strahldruck) der Außen­ und Innenflächen
  • Nichteinhaltung der vorgegebenen Aufheiz­ und Abkühlphase beim Sinter- und Verblendprozess
  • Zugspannung in der Verblendschicht (infolge unterschiedlicher Schichtstärken)
  • Gerüstgestaltung folgt nicht einer reduzierten, anatomischen Form (= Höckerunterstützung)
  • Zu dicke Verblendschicht (> 1,5 mm Schichtstärke)
  • Unterschreitung der Mindestgerüstwandstärke (< 0,4 mm)
  • Zu starkes extra­ oder intraorales Beschleifen der endgesinterten Restauration
  • Kontraindizierte Bearbeitung
  • Unterschiedliches Wärmeausdehnungsverhalten (WAK) zwischen Gerüst­- und Verblendkeramik 
  • Umgangssprachlich wird teilweise auch bei Frakturen von Chipping gesprochen.

Was steckt drin in Zirkoniumdioxid?

Zirkoniumdioxid wird aus dem Mineral Zirkon (ZrSiO4) hergestellt. Die Bezeichnungen Zirkon und auch Zirkonoxid sind als Bezeichnung der Strukturformel ZrO(Zirkoniumdioxid) per se nicht richtig. Zirkon steht für das Mineral Zirkonsilikat (ZrSiO4), das als natürlicher Rohstoff für die Strukturkeramik dient. Die richtige Bezeichnung für ZrO2 lautet: Zirkoniumdioxid.

Dem Ausgangspulver werden Zusätze beigemischt, das sind Hilfsstoffe (Wasser, organische Verbindungen), die die Formgebung zu Rohlingen erleichtern und sich beim Vorsintern verflüchtigen. Sinteradditive bleiben im Material und beeinflussen das Sinterverhalten und die Eigenschaften der fertigen Keramik. Zirkoniumdioxid von pritidenta enthält unter anderem Hafniumoxid, Yttriumoxid und Aluminiumoxid.

Sind bei Brückenkonstruktionen irgendwelche Einschränkungen zu beachten?

Mit den Materialien priti®multidisc ZrO2 monochrom und multicolor in den Transluzenzstufen Opaque, Translucent und Extra Translucent können Brücken konstruiert werden. Die Klasse 5­ Dentalkeramiken zeichnen sich durch eine Biegefestigkeit von weit über 800 MPa aus. Gemäß DIN EN ISO 6872 sind sie somit für monolithische Brücken und Verblendbrücken mit vier und mehr Gliedern geeignet. Eine Limitierung hinsichtlich Spannweite und Verteilung der Brückenpfeiler gibt es nicht. Grundsätzlich sind jedoch die statischen und physiologischen Belastungsgrenzen zu berücksichtigen.
Aus diesem Grund empfehlen wir:

  • maximal ein endständiges Brückenglied in Prämolarengröße
  • maximal zwei Zwischenglieder im Seitenzahnbereich
  • Anpassung der Wandstärken und Verbinderquerschnitte bei extremen Spannweite

CAM/Fertigung: Fräswerkzeuge

Die Beschichtung von Fräswerkzeugen ist nichts anderes als ein „Schutzfilm“ für den blanken Fräser aus Hartmetall. Besonders bei einem Material wie Zirkoniumdioxid  ist ein Schutzfilm von Vorteil, um die Standzeit der Werkzeuge zu erhöhen.
Betrachtet man die Schnittleistung des Fräsers für sich, wirkt sich eine Beschichtung aufgrund der damit einhergehenden Kantenverrundung tendenziell eher nachteilig auf die Fräsleistung aus, als dies bei blanken Fräsern der Fall ist.

Glanzbrand

Wie erreicht man am besten glänzende monolithisch-vollanatomische Restaurationen aus
priti®multidisc ZrO2 bzw. priti®multibloc ZrO2?
Wir, pritidenta, geben Ihnen dafür zwei Wege an:

  • 1. Möglichkeit: Politur – Für diese darf gerne eine adäquate Diamantpolierpaste Verwendung finden.
  • 2. Möglichkeit: Glasur und Maltechnik – Mittels Glanzbrand kann eine extrem glatte, natürlich wirkende Oberfläche erzeugt werden. Es kann jede beliebige Malfarbe und Glasurmasse verwendet werden, die für Zirkoniumdioxid zugelassen ist.

Hilfsmittel zur Farbbestimmung

Gibt es Hilfsmittel, um die richtige Farbkategorie beziehungsweise Position im Farbverlauf des Multicolor-Zirkoniumdioxid-Rohlings zu finden? Mit priti®MPguide ZrO2 High Translucent und priti®MPguide ZrO2 Extra Translucent stellt pritidenta Anwendern zwei Farbschlüssel zur Bestimmung der Zahnfarbe zur Verfügung. Diese entsprechen den pritidenta-Farbkategorien. Die darin enthaltenen Farbmessstäbchen werden mit dem Patientenzahn abgeglichen; besonders einfach, da an jedem Muster die Farbkategorie und die erforderliche Position in der Ronde angegeben ist.

Welche Transluzenzstufen eignen sich für welche Indikationen?

Oft stellt sich dem Anwender hinsichtlich der unübersichtlich scheinenden Menge an unterschiedlichen Zirkoniumdioxiden die Frage, welches Material wann zum Einsatz kommen darf und soll. Daher nachfolgend ein kleiner Überblick:

  • 1. High Translucent (HT): Inlays, Onlays, Veneers, Teilkronen, anatomisch reduzierte und monolithisch-vollanatomische Kronen und Brücken (maximal drei Glieder) für den Front- und Seitenzahnbereich.
  • 2. Extra Translucent (ET)/Translucent (T): Teilkronen, monolithisch-vollanatomische und teil- oder vollverblendete Kronen und Brücken (bis 16 Glieder) sowie individuelle Aufbauten für den Frontund Seitenzahnbereich auf natürlichen Zahnpfeilern und Implantaten.
  • 3. Opaque (O):Teil- oder vollverblendete Kronen und Brücken (bis 16 Glieder) sowie individuelle Aufbauten für den Front- und Seitenzahnbereich auf natürlichen Zahnpfeilern und Implantaten.

Jacketkrone

Die Jacketkrone stand viele Jahrzehnte bei Zahntechnikern als Synonym für eine populäre Herstellweise von Einzelkronen. Heute stehen diverse Materialien und Herangehensweisen für die prothetische-restaurative Zahnmedizin zur Verfügung – allen voran das Zirkoniumdioxid und dessen CAD/CAM-gestützte Verarbeitung.

Die Anfänge der Vollkeramik liegen über 100 Jahre zurück; um 1900 erfand ein US-amerikanischer Zahnarzt die Jacketkrone. In den 1920er-Jahren wurde diese Technik in Europa populär – trotz komplizierter und problembehafteter Anwendung.
Als Ende der 1980er-Jahre die CAD/CAM-Technologie Einzug in die prothetisch-restaurative Zahnheilkunde hielt, war der Grundstein für den standardmäßigen Einsatz der Vollkeramik gelegt. Heute stehen diverse Materialien zur Verfügung. Das größte Potenzial besitzt das Zirkoniumdioxid.

Sind VMK-Kronen haltbarer als verblendete Zirkoniumdioxid-Gerüste?

Bei korrekter Gestaltung, Ausarbeitung und Einhaltung der Herstellerangaben sind Zirkoniumdioxid-Restaurationen genauso langlebig wie VMK-Kronen. Betrachtet man die VMK-Krone hinsichtlich der Ästhetik, hat Metall den Nachteil, dass es kein Licht transportiert, dunkel ist und oft am Übergang zum Zahnfleisch demaskiert wird. Und häufig wirkt die Keramikverblendung opak, also fast unnatürlich.
Der Werkstoff Zirkoniumdioxid hat den Vorteil, dass er Licht transportiert und sehr „gewebefreundlich“ ist. Zirkoniumdioxid ruft in der Regel also keine Reaktionen am Zahnfleisch hervor.

Für welche Lichtdurchlässigkeit stehen die verschiedenen Transluzenzstufen?

Die pritidenta GmbH bietet eine Vielzahl an Zirkoniumdioxiden mit unterschiedlichen Transluzenzen an. Somit stellt sich dem Anwender die Frage, was hinter den Bezeichnungen steht. Denn daraus lassen sich wiederum Informationen über das Einsatzspektrum des jeweiligen Rohlings ableiten. Die Produktbezeichnung folgt immer demselben Aufbau: priti®multidisc ZrO2
Darauf folgen der Hinweis „ multicolor“ oder „monochrom“ sowie die jeweilige Angabe zur Transluzenz.
Zum Beispiel: priti®multidisc ZrO2 monochrom Translucent

Angaben zur Transluzenz:

  • High Translucent (HT) = 49 % Trans luzenz (Biegefestigkeit von > 650 MPa)
  • Extra Translucent (ET) = 45 % Transluzenz (Biegefestigkeit von > 1150 MPa)
  • Translucent (T) = 40 % Transluzenz (Biegefestigkeit von > 1150 MPa)
  • Opaque (O) = 35 % Transluzenz (Biegefestigkeit von > 1150 MPa)

Welche Mindestwandstärken sollte ich einhalten?

Bei Einzelkronen im Frontzahnbereich ist eine Mindestwandstärke von 0,4 mm empfehlenswert. Im Seitenzahnbereich und bei sämtlichen Brückenpfeilern werden 0,6 mm als optimale Mindestwandstärke angegeben.

Newtonmeter /Drehmoment

Um die adäquaten Newtonmeter-Angaben für die Befestigung der Zirkoniumdioxid-Blanks in den Fräsmaschinen zu ermitteln, wurde bei pritidenta ein zweimonatiger Test durchgeführt. Der festgelegte Nm-Wert wirkt sich positiv auf das Ergebnis, vor allem aber auf die eingespannten Zirkoniumdioxid-Blanks aus.

Wir empfehlen:

  • Zum Anziehen der Schrauben, mit deren Hilfe die Blanks in der Fräsmaschine befestigt werden, sollte ein einstellbarer Drehmomentschlüssel verwendet werden. Beispielhaft eignet sich dafür ein handlicher, qualitativ hochwertiger Schlüssel, etwa von der Firma Hazet. Dieser sorgt dafür, dass die Blanks immer mit dem gleichen Drehmoment befestigt werden.

Welchen (Sinter-) Ofen brauche ich?

Für den Sinterprozess von pritidenta Zirkoniumdioxiden sind alle programmierbaren Öfen geeignet, die für eine Hochtemperatur-Sinterung (bis 1600 °C) ausgelegt sind. Ohne die sonst üblichen und zeitintensiven Arbeitsschritte wie Eintauchen, Bemalen oder Trocknen kann der Sinterprozess im Ofen sofort nach dem Fräsen gestartet werden.
Mit Sinterperlen (zum Beispiel priti®pearl Sinterperlen) werden die vollkeramischen Gerüste sicher und zweckdienlich im Ofen gelagert. Sie sind auf die Sintertemperatur des Ofens bis zu 1600 °C abgestimmt und sorgen für verzugsfreie Sinterergebnisse.

Was ist wichtig für eine gute Passung?

Bei der Beantwortung der Frage, was für eine gute Passung wichtig ist, greifen diverse Faktoren ineinander:

  • Perfekte Arbeitsgrundlage auf dem Modell (Vorarbeit in der Zahnarztpraxis)
  • Präzise Scandaten
  • CAD-Parameter für Kronendesign (Spacer, Randverlauf, …)
  • Parameter des CAM-Auftrags
  • Einstellungen der Fertigungsmaschine
  • Durchmesser und Güte der Bearbeitungswerkzeuge
  • Sinterprozess (Brennprogramm, Lagerung auf Sinterperlen/ okklusalen Stiften ...)
  • Für den Anwender ist es grundsätzlich wichtig, die Verarbeitungsanleitung des Herstellers zu beachten und genauestens zu befolgen.

Qualität

Wo werden die pritidenta Zirkoniumdioxid-Rohlinge hergestellt? In Deutschland!
Die priti®multidisc ZrO2 und der priti®multibloc ZrO2 werden nach den von pritidenta entwickelten Rezepturen in der hauseigenen Produktionsstätte in der Eifel hergestellt – Qualität made in Germany. Die Fertigung folgt einem zertifizierten Prozess und basiert auf dem Prinzip des uniaxialen Pressens mit anschließendem isostatischem Nachverdichten.
Zudem erfolgt die Vermessung nicht chargenweise, das heißt, jeder vorgesinterte Rohling wird einzeln vermessen. Das Qualitätsmanagement sieht vor, dass ein definierter Sinterschrumpf mit vier Nachkommastellen durchgeführt wird.

Weitere Informationen und das PDF zum gesamten Herstellungsprozess bei pritidenta.

Ist Zirkoniumdioxid radioaktiv?

Tatsächlich ist alles radioaktiv, sogar der menschliche Körper (6000 Bq = Becquerel, SI-Einheit zur Darstellung von Radioaktivität). Im Vergleich dazu weist eine Zirkoniumdioxidkrone eine Aktivität von etwa 0,4 Bq und eine VMK-Krone von bis zu 2 Bq auf. Die keramische Dentalnorm DIN EN ISO 6872 gibt Obergrenzen vor, die mit dem Rohstoff Zirkoniumdioxid weit unterschritten werden. Der Nachweis über die Einhaltung ist jeweils in der technischen Dokumentation enthalten.

Was passiert beim Sintern?

Beim Sintern werden feinkörnige keramische oder metallische Stoffe – oft unter erhöhtem Druck – erhitzt. Damit das Werkstück seine Form behält, bleiben die Temperaturen dabei unter dem Schmelzpunkt der Hauptkomponente.
I.d.R. kommt es zu einer Schwindung, weil sich die Partikel des Ausgangsmaterials durch Diffusionsvorgänge und Verringerung der spezifischen Oberfläche verdichten und Porenräume aufgefüllt werden. Jede Brücke ab ca. 4 Gliedern sollte beim Sintern mit einem individuellen, an die Materialmasse angepassten Querverbinder stabilisiert werden. Okklusale Sinterstützen sorgen für eine gleichmäßige horizontale und vertikale Materialkontraktion.
Durch das Sintern erhält das Material seine (nahezu) maximale Dichte und damit seine für Zahnersatz spezifizierten Eigenschaften.

Transluzenz - Warum stimmt nach dem Sintern die Farbe nicht?

Wenn alle Parameter des Sinterprozesses korrekt sind, kommen folgende Gründe für eine unerwünschte Veränderung von Farbe / Transluzenz infrage:

Kontamination im Ofen durch Fremdmaterialien, z.B. Rückstände von Färbeflüssigkeiten
Reinigungsbrand mit Reinigungspulver durchführen, Sinterperlen austauschen.

Querkontamination durch verunreinigte Fräser
Bei der manuellen Nachbearbeitung keine Werkzeuge benutzen, die bereits für Metalle, Kunststoffe oder andere Materialien verwendet wurden.

Kontamination durch Kühlmittel / Schleifzusätze
Beim Nassschleifen von priti®multibloc ZrO2 reines Wasser verwenden, vorher den Tank reinigen, ggf. 2. Tank nutzen.

Variierende Wandstärken
Vor allem bei sehr transluzentem Zirkoniumdioxid hat die Wandstärke großen Einfluss auf die Farbwirkung; je dicker das Material ist, desto dunkler bzw. farbintensiver wirkt es.

Unterschiedliche Stumpffarben
Bei stark verfärbten Stümpfen sollte eher ein opakes Material gewählt werden. Dieses kann selbst auf metallischen Konstruktionen ohne farbliche Abdeckung eingesetzt werden, bei transluzenteren Materialien ist ein Opaker oder opakes Befestigungsmaterial erforderlich.

Zusätzliche Einfärbung
Voreingefärbtes Zirkoniumdioxid kann zwar theoretisch zusätzlich mit Färbeflüssigkeiten behandelt werden, besser ist es, eine weitere Charakterisierung mit Glasurmalfarben zu realisieren.

Unterschiede bei Zirkondioxid
... Worauf kommt es an?

Welche einfarbigen priti®multidisc ZrO2-Rohlinge gibt es?
priti®multidisc ZrO2 monochrom ist in den vier Transluzenstufen High Translucent (HT), Extra Translucent (ET), Translucent (T) und Opaque (O) erhältlich – jeweils in Weiß und in allen 16 VITA classical A1-D4 Farben.

Welche Art von multichromatischen priti®multidisc ZrO2 / priti®multibloc ZrO2-Rohlinge gibt es?
priti®multidisc ZrO2 multicolor ist in den drei Transluzenzstufen High Translucent (HT), Extra Translucent (ET) und Translucent (T) erhältlich – jeweils in 7 bzw. 8 Farbkategorien, mit denen sämtliche VITA-Farben reproduzierbar sind. priti®multibloc ZrO2 multicolor ist in der Transluzenzstufe High Translucent (HT) erhältlich – in 3 Farbkategorien, mit denen die VITA classical A1-B2 Farben reproduzierbar sind.

Für welche Lichtdurchlässigkeit stehen die verschiedenen Transluzenzstufen?
High Translucent (HT) 49 %
Extra Translucent (ET) 45 %
Translucent (T) 40 %
Opaque (O) 35 %

Welche Transluzenzstufen eignen sich für welche Indikationen?
High Translucent (HT): Inlays, Onlays, Veneers, Teilkronen, anatomisch reduzierte und monolithisch-vollanatomische Kronen und Brücken (max. 3 Glieder) für den Front- und Seitenzahnbereich
Extra Translucent (ET) / Translucent (T): Teilkronen, monolithisch-vollanatomische und teil- oder vollverblendete Kronen und Brücken (bis 16 Glieder) sowie individuelle Aufbauten für den Front- und Seitenzahnbereich auf natürlichen Zahnpfeilern Implantaten
Opaque(O): Teil- oder vollverblendete Kronen und Brücken (bis 16 Glieder) sowie individuelle Aufbauten für den Front- und Seitenzahnbereich auf natürlichen Zahnpfeilern und Implantaten

Mehr Infos zu unseren Produktvarianten?
Hier geht es zu unseren ZrO2-Rohlingen

Wie vergleiche ich am besten die unterschiedlichen Zirkoniumdioxide am Markt?

Es empfiehlt sich der Vergleich von Biegefestigkeit, Transluzenz und Indikationsspektrum.

Warum hat pritidenta so viele unterschiedliche Transluzenzen, Farben und Höhen im Angebot?
Jedes Labor oder Fräszentrum hat eigene und unterschiedliche Anforderungen an das Ergebnis, den Preis, die Transluzenz und den Einsatzbereich: priti®multidisc ZrO2 bietet für jedes Bedürfnis die richtige Lösung – gut zu wissen, dass die Auswahl da ist, wenn man sie braucht!

Sehen Sie auch:"U" wie Unterschiede bei Zirkondioxid ... Worauf kommt es an?

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Wie finalisiere ich monolithisch-vollanatomische Restaurationen am besten?

Zwei Möglichkeiten hat der Zahntechniker für die Finalisierung von monolithisch-vollanatomischen Restaurationen (priti®multidisc ZrO2 / priti®multibloc ZrO2):

  • Möglichkeit 1: Politur – gerne mit Diamantpolierpaste
  • Möglichkeit 2: Glasur und Maltechnik –hier erzeugt die Politur eine extrem glatte, oft unnatürlich wirkende Oberfläche. Es kann jede beliebige Malfarbe und Glasurmasse verwendet werden, die für Zirkonoxid zugelassen ist.

 

(Bild: Keramisch gebundener Diamantschleifer für Zirkoniumdioxid (trocken)

"X-Farben" von pritidenta ... mit dem MPguide zur richtigen Zahnfarbe

Viele Farben stehen dem Zahntechniker zur Verfügung. Was bedeuten die Farbkategorien bei den multichromatischen priti®multidisc ZrO2-Rohlingen?

Jede Farbkategorie steht für einen bestimmten Farbbereich, der durch den im Rohling integrierten Farbverlauf abgedeckt wird. Je nach Positionierung der Konstruktion auf dem Verlauf, also weiter oben oder unten im Rohling, ist der Grundton der Restauration heller oder dunkler.

pritidenta Farbbezeichnung:
A light
A dark
B light
B dark
C light
C dark
D light
VITA classical A1-D4 Farben
A1-A3
A3,5-A4
B1-B2
B3-B4
C1-C2
C3-C4
D2-D4

 

 

Yttriumoxid - Was bewirkt es in unseren Rohlingen?

Yttriumoxid ist eine chemische Verbindung, bestehend aus Yttrium und Sauerstoff, genauer genommen dem Oxid. Yttriumoxid ist thermodynamisch sehr stabil und dient als Verbindung für hochtemperaturfeste Anwendungen. Es wird zur Stabilisierung von Zirkonoxidrohlingen und als Sinterhilfsmittel für Zirkonoxid eingesetzt.
Je nach Transluzenzstufe beträgt der Anteil von Yttriumoxid 6 – 11 Prozent.

Vorbereitung und Befestigung von Zirkonoxid-Versorgungen

Für die Befestigung eignen sich Phosphatzement oder Glasionomerzement. Alternativ ist eine (selbst-) adhäsive Befestigung möglich. Unabhängig von dem Zement ist das sanfte, extraorale Strahlen der Zementierungsoberfläche zu empfehlen. Dazu sollte wie folgt vorgegangen werden:

1. Strahlen der Zementierungsoberfläche
Strahlen mit Aluminiumoxid mit Korngröße von < 50 µm bei einem Strahldruck von 1bar. Dies ermöglicht ein effizientes Aufrauen, eine größere Zementierungsoberfläche und damit mehr mikromechanische Verzahnung, ohne dabei Kompromisse bei der Materialfestigkeit einzugehen.
2. Reinigung der Zementierungsoberfläche
Die Innenseite der Zirkoniumdioxid-Restauration mit Alkohol reinigen und mit wasser- und ölfreier Luft trocknen.
Werden die Restaurationen beim Patienten einprobiert, sollte möglichst erneut ein Abstrahlen der Innenflächen/Kavitäten mit 50 μm-Korundstrahlgut mit max. 1 bar Druck, ca. 10 mm Abstand und ca. 5 sec Strahlzeit/Einheit erfolgen. Damit wird eine Kontamination der Oberfläche vermieden und somit ein maximaler Haftverbund mit dem Befestigungsmaterial gewährleistet.